SV Oetinghausen überrascht alle Favoriten !!

Dass der Vor­letzte der Kreis­liga A am Ende den gro­ßen Pott mit­nimmt, hatte im Vor­feld nie­mand geahnt. Auch die Sie­ger selbst nicht. Der SV 06 Oeting­hau­sen über­raschte bei der Hallenfußball-Kreismeisterschaft in der Enge­ra­ner Sport­halle die Favo­ri­ten. Im Neun­me­ter­schie­ßen besiegte der SVO den Favo­ri­ten SV Röding­hau­sen im End­spiel mit 6:5. Drit­ter wurde der FC Muckum, der im „klei­nen Finale“ den Klas­sen­part­ner SV Löhne-Obernbeck mit 6:1 wegfegte.

Der gast­ge­bende SV Enger-Westerenger hatte noch ein­mal alles her­ge­rich­tet, die Tri­büne war den gan­zen Sonn­tag über gut gefüllt, und die Zuschauer sahen ras­sige Spiele und einige Über­ra­schun­gen. Schon in der Zwi­schen­runde über­raschte der SVLO. In der „Todes­gruppe“ mit SC Her­ford, SV Röding­hau­sen und Bün­der SV hat­ten nie­mand die Löh­ner auf dem Zet­tel, doch die Truppe von Peter Rott­mann hatte am Sams­tag in der Vor­runde Selbst­ver­trauen getankt und spielte auch ges­tern sehr enga­giert. Mit dem 3:1 gegen den Bün­der SV ging es gut los. Das 3:1 gegen den SC Her­ford war schon über­ra­schend, aber dank der Tore von Dimitri Wiebe und Lenn­art Helm setzte sich der SVLO durch. Wiebe war auch der Tor­schütze zum 1:0 gegen Röding­hau­sen. Doch im Halb­fi­nale ging den Löh­nern die Luft aus. Zwar traf Wiebe zum 1:0, doch Oeting­hau­sen hielt dage­gen. Daniel Ebmeier glich aus und sechs Sekun­den vor dem Ende traf Till Kaletsch zum 2:1-Endstand und sicherte den Final­ein­zug. „Oeting­hau­sen hat ver­dient gewon­nen, am Ende hat­ten sie ein­fach mehr Chan­cen“, lobte dann auch SVLO-Trainer Peter Rott­mann.
Der FC Muckum wollte eben­falls über­ra­schen, hat­ten er sich doch in der Zwi­schen­runde mit drei Sie­gen warm geschos­sen. Doch Röding­hau­sen hatte keine Mühe, siegte mit 4:1 durch Tore von Flo­rian Hart­sch­wa­ger, Felix Lang­kamp (2) und Chris­tian Gie­sel­mann. Hein­rich Gaw­lik erzielte den zwi­schen­zeit­li­chen Aus­gleich, als Röding­hau­sen in Unter­zahl spie­len musste.
Im klei­nen Finale kam Muckum gut erholt aus der Kabine und schoss den SVLO mit 6:1 ab. Hein­rich Gaw­lik eröff­nete den Tor­rei­gen. Sebas­tian Kowalczyk glich aus, aber Nils Schanz­mann, Eugen Gau­ser (2) und Utku Özsa­hin (2) kann­ten kein Erbar­men.
Im Finale ging es dann rich­tig zur Sache. Schieds­rich­ter Marco Mül­ler hatte aller­hand zu pfei­fen. In der 3. Minute schickte er Marco Rethage mit einer Zwei-Minuten-Strafe vom Feld. Chris­tian Gei­sel­mann erzielte die 1:0-Führung nach schö­ner Vor­ar­beit von Alex­an­der Schal. Oeting­hau­sen blieb ruhig, kon­trol­lierte das Spiel und ließ nicht viele Chan­cen des Bezirks­li­gis­ten zu. Das Spiel wurde här­ter und hek­ti­scher. In der vor­letz­ten Spiel­mi­nute musste Kai Wie­busch nach einem über­har­ten Foul dann vom Platz. Der Frei­stoß brachte dem SVLO zwar nichts, doch kurz vor der Sirene gelang Till Kaletsch der ver­diente Aus­gleich. Zum ers­ten Mal in der Geschichte des Widufix-Cups musste der Sie­ger durch ein Neun­me­ter­schie­ßen ermit­telt wer­den. Für Oeting­hau­sen tra­fen Daniel Ebmeier, Phil­ipp Haring, Till Kaletsch, Alex­an­der Oehl­mann und Igor Klet­ter. Für Röding­hau­sen ver­wan­del­ten Sebas­tian Kla­ßes, Alex­an­der Schal, Chris­tian Gie­sel­mann und Kai Wie­busch. Den letz­ten, ent­schei­den­den Schuss setzte Colja Cas­tillo an den Pfos­ten und Oeting­hau­sen jubelte.
Trai­ner Holm Wind­mann war natür­lich glück­lich: „Bis­her haben wir noch nie die Vor­runde über­stan­den, für uns war die Zwi­schen­runde schon eine Über­ra­schung. Und dass wir jetzt den Pokal mit­neh­men, ist natür­lich super. Dar­auf kön­nen wir auf­bauen. Die Spiele lie­fen auch sehr gut, hin­ten waren wir schnell an den Gegen­spie­lern und nach vorne sah das sehr ordent­lich aus, das ist natür­lich sehr erfreulich!“